5 Tipps zur Tischdeko mit Charme – für jeden Tag

Tischdekoration Bunzlau

Zu diesem Beitrag hat mich ein Text aus dem Internet inspiriert. Dort stand, was  alles  für einen schön gedeckten Tisch erforderlich sei: Die festliche Tischdecke, am besten aus Leinen, edles Geschirr, das beste Besteck, formvollendete Gläser und die festliche Deko. Es ging dabei nicht um Tischkultur an „allerhöchsten Festtagen“, wohlgemerkt.

In meinen Augen ist das totaler Quatsch. Eine junge Familie mit kleinen Kindern und eine große Leinentischdecke, Teenager und “formvollendete Gläser”, festliche Deko für das Ehepaar, wo die Kinder gerade flügge wurden und das Elternhaus verlassen haben. Da sage ich nur: “Prost Mahlzeit.

Ein “schöner Tisch” beginnt bereits bei allem, was mehr ist als “vom Butterbrotpapier” zu essen und aus der Flasche zu trinken. Es ist wirklich kaum mehr Arbeit, aber bringt so viel mehr Spaß.

Mach’s einfach.
Heißt, kurz überlegen – was will ich, wieviel Zeit will ich investieren? Was habe ich griffbereit für ganz wenig Aufwand?

Am besten, auf EINE Sache konzentrieren
Da ist noch Omas Gläser-Set aus den 50ern? Her damit – ein bisschen Tomatensaft und ein paar Basilikumblättchen vom Küchenfensterbrett – schon kommt Farbe in die Sache. Nicht alle mögen Tomatensaft? Auch gut, dann kommt er abends in die Tomatensauce.

Ahhh! wir haben doch noch Sammeltassen.“ Passt gut zu Ikea pur und schon kommt Laune auf.
„Waren da nicht noch die schönen alten Leinenhandtücher?“ Drei davon quer übern Tisch gelegt und ein paar hölzerne Frühstücksbrettchen dazu. So machst Du Dir den Start in den Tag schon mal “hyggelig”.

Statt Blumen
Nur selten passen Blumensträuße auf den Esstisch – aber war da nicht noch der Blumentopf mit Petersilie? Der hängt auch schon bisschen die Stängel? Abzupfen, kurz in kaltes Wasser legen und dann in Mini-Väschen und kreuz-und-quer auf dem Tisch verteilen. Oder ein paar Petersilien-Tuffs in Eierbechern arrangieren. Dauert keine zwei Minuten! Macht den Tisch sofort lebendig!

Vorlege-Besteck
Hä? Ist das nicht bisschen überkandidelt? Nö. Da kann alles sonst “Aldi-aus’n-Angebot” oder “Ikea-von-der-Resterampe” sein. Mit dem eigenen Löffel, den man gerade abgeleckt hat, in die Marmelade, das Messer, das nach Käse riecht, in die Butter? Nicht wirklich appetitlich.
Sucht doch mal nach hübschen Käse- und Buttermessern, nach kleinem Salatbesteck von Vorvorgestern, gleich bekommt die nüchterne übrige Angebotsware ein charmantes Gesicht, ohne dass es Arbeit macht und dick aufträgt. Minimalismus kann man wo anders ausleben. Wir sind ja nicht im Kloster.

Kinder mit einbeziehen
Ich erlebe es immer wieder mit meinen Enkelmädchen. Ich sage nur „Tisch decken ist Eure Sache. Ihr könnt ALLES nehmen, was Euch Laune macht. Es sollte nur nachher wieder benutzbar sein. “ Da bin ich immer wieder baff, was ihnen einfällt. So bekommt man Kinder an die Tischkultur. ja, ich weiß, es gehört noch mehr dazu, als die Tischdeko – aber irgendwo sollte man halt mal anfangen. 😉

Tischkultur?

Braucht es das überhaupt? Ja und noch mal ja. Ich könnte einen Roman dazu schreiben. Erspare ich Euch. Aber nur so viel: Kinder müssen heute in der Schulverpflegung oft im Galopp essen, weil die Mensa so klein ist, dass ganz fix in mehreren Gruppen gegessen werden muss. Wo soll sich da Tischkultur entwickeln? Wo ist sonst diese Familien-Pause – wo man sich noch was erzählt und drei Sekunden ohne Smartphone sein kann. (Ja, ich gebe ja zu, meines ist zeitweise auch an meinen Fingern angewachsen).

Zurück zu meinem Foto

Wenn ich weder Zeit noch Ideen für “Gedöns” habe, ist eine meiner Varianten eine kleine Bunzlau-Sammlung. Die „Blumen-Deko“ packe ich in die Konfekt-Dose, von dort kann die Kresse am Tisch aufs Butterbrot gestreut und mitgegessen werden. Ich bin mir diese 30 Sekunden Aufwand wert. Frag mal den Hausarzt, was er von langsamem und bewusstem Essen hält. Mach es für Dich und tu Dir und Deinen Lieben was Gutes.

Und wenn Dich Bunzlauer Keramik interessiert, dann schau hier mal im Shop. Ich verkaufe auch immer wieder was aus meiner Sammlung und ergänze sie und sortiere um. Nur zu gerne würde ich wissen, wie das dann auf dem neuen Tisch aussieht. Mögt ihr – mir was dazu bei Pinterest pinnen? Das muss nicht zwingend von mir sein – nur von Eurem eigenen Tisch sollte es sein. Sonst könnte ich’s ja selber googeln … 😉