Dekantierständer und Weinflasche mit Schliff, Jugendstil

Dekantierständer mit grüner Weinflasche

Produkt des Monats Januar

Es ist ein ganz besonderes Stück Tischgeschichte. Der Dekanter und die geschliffene Flasche waren ursprünglich nicht füreinander gemacht aber sie sehen so aus als wären sie schon immer zusammen.

Wozu brauchst du einen Weindekanter?

Große Gewächse, alte Weine mit Depot und die Grand Cru’s aus den großen Lagen (nicht nur) in Frankreich werden in einem Dekantierkorb oder Dekantierständer serviert, damit sich das Depot sammeln kann und nicht ausgeschenkt wird. Dafür ist dieses Tisch-Utensil aus schwarzem Rundmetall gefertigt worden. Eine schöne Überraschung war es, ihn vor Jahren bei einer feinen Antiquitätenmesse in Chateauneuf de Bourgogne zu entdecken.

Er stammt aus dem fabelhaften Weingut Domaine Faiveley. Früher standen dessen Weine im Ruf in der Jugend unzugänglich zu sein und es dauerte lange, bis sie ihre Schönheit entfalteten und die Tannine rund wurden. Bei diesen Weinen handelt es sich um sogenannte “Alte Helden”. Dafür braucht es die Karaffe mit dem engen Hals, dass der Wein nicht zu viel Luft bekommt. Nur der Weinstein soll zurück gehalten werden.

Wir kennen ja heute eher die breite Dekanierkaraffe mit der großen Öffnung. Sie ist dann sinnvoll, wenn du ein junges,  tanninbetontes Gewächs, das erst zwei, drei Jahre alt ist, belüften willst. Damit öffnet sich das Bouquet der Fruchtaromen. Also eher die “jungen Hüpfer”.

Aus der Zeit (um 1930) stammt auch dieser Dekantierständer, denn wir sprechen hier mindestens von einem Jahrzehnt, den der Wein lagern musste. Da bleibt einiges an Depot in der Flasche. Mehr über Faiveley findest Du auf der sehr schönen Webseite

Das aparte Glasobjekt kommt auch aus Frankreich

Es wird dort als Grande Carafe à Vin du Rhin bezeichnet. (Du Rhin meint die Weine aus dem Elsass). Der Weißwein wurde damit dekantiert, um den Weinstein zu entfernen. Das sieht ein bißchen aus wie klarer Kandiszucker. Gerade bei älteren, wertvollen Weißweinen, also bei Auslesen und Spätlesen, man spricht hier von Altersweinstein, wurden die Kristalle des Weinsteins im Laufe der Jahre größer. Junge Weine haben auch heute noch Weinstein, der ist aber in der Regel so winzig, dass er am Gaumen nicht stört.

Solche Flaschen waren sehr beliebt

Diese hier ist von ausgezeichneter Qualität. Sie ist mundgeblasen und von Hand geschliffen. Jugendstil etwa um 1900 bis 1920. In der Formensprache orientiert sie sich an den Decantierkaraffen von Baccarat und von Val St. Lambert in Frankreich. Dort waren sie aufwendigst als Überfangglas hergestellt, sind dann aber kein Gebrauchsgegenstand mehr sondern heute nur noch museal.

Bei diesem Stück haben wir es mit einer sehr gesuchten, weil der Weinflasche angeglichenen Form zu tun. Ihr Wert bestimmt sich nicht aus der Herkunft der Manufaktur. Er liegt er in der Schönheit, im Alter, dem exzellenten Zustand.

Und wenn ich keine alten Weine habe?

Dann mach’s wie ich. Ich liebe es, meinen Gästen einen schlichten, leichten Landwein in so einer aufwendigen Form anzubieten. Die Flasche verschließe ich mit einem echte, guten Weinkorken und präsentiere das Duett auf einem Beistelltisch. Macht echt was her.

Noch ein biß’l was über Wein

Jedes Jahr freue ich mich um diese Zeit auf die frischen Sommerweißweine. Klingt so, als ob es nicht zum Januar passen würde. Aber um diese Zeit gibt es noch mal einen Abstich, dass sich die Trübstoffe trennen, und in ganz wenigen Wochen kommt der Wein verkaufsfertig in die Flasche.
Wir reden hier vom Wein, den man im Supermarkt mitnimmt, nicht vom erlesenen Kabinett- oder gar Prädikatswein. MIT diesen Weinen führt man schöne Gespräche,  Weine ÜBER die man redet, das sind andere Kaliber. Aber alles zu seiner Zeit.

Gut auch als G’spritzter – dafür eignet sich ein leichter Chardonnay, ein Muskateller oder andere Aromasorten wie Sauvignon Blanc oder Scheurebe Am besten halb Soda- oder Mineralwasser, halb Wein. Wenn es ein “Sommer-G’spritzter” sein soll, dann einfach mehr Wasser hineingeben.

(M)eine gute Weinquelle

Eine sehr spannende Weinquelle st für mich der Berliner BorStore (Bor = ungarisch = Wein). Hier geht’s zum Online-Shop. Das ist übrigens völlig uneigennützige Werbung. Und kommt daher, dass ich  “in meinem früheren Leben” über 10 Jahre ein Büro in Südungarn hatte. Dort habe ich die Weine kennen und schätzen gelernt. Bei Winzern, die sich über die Weinproduktion vor 1989 hinwegsetzen. Die Zeiten, wo ungarische Weine “flüssiges Kopfweh” waren, sind definitiv vorbei.WICHTIG: Alle Links in diesem Artikel sind unbezahlte Werbung. Ich freue mich, wenn ich immer mal wieder meine guten Adressen an interessierte Tischlein schmück Dich-Leser:innen weitergeben kann.

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